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AAMN XXL (09.09.2011)
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Bands of AAMN

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    Events


    ALL AUSTRIAN METAL NIGHT XXL
    Arena/Big Hall, 09.09.2011

    Review: Die österreichische Metal-Szene wurde oftmals verlacht, nicht ernst genommen oder gar totgesagt. Lange war man der Meinung, erstklassige Bands kämen nur aus Deutschland, dem Vereinigten Königreich oder gar aus den USA. Dunkel hingen die Wolken über Österreichs Metal-Himmel.

    Doch der Verein All Austrian Metal Night hat es sich zum Ziel gesetzt, diesen Irrglauben gänzlich zu entkräftigen. So fand am 9.9., bereits zum fünften Mal, die All Austrian Metal Night statt. "XXL" lautete der Zusatz in diesem Jahr. Denn erstmals konnte eine Zuschauerzahl erreicht werden, die die Große Halle der Arena füllen konnte.

    Dies lag in erster Linie wohl am hervorragendem Programm: Die etablierte Größe The Sorrow wurde von den Senkrechtstartern Devastating Enemy unterstützt. Für das Aufwärmprogramm sorgten Emily's Bleeding, die Metalchamp-Gewinner Four in A Cage und As God Created.

    As God Created, die sich sichtlich abrackerten und noch einige Probleme hatten, konnten Dank (offensichtlich mitgebrachter) Fan-Unterstützung für gute Stimmung sorgen, und brachten die noch nicht gänzlich volle Arena-Halle auf Betriebstemparatur.

    Gestählt durch zahlreiche Gigs, lieferten Four in A Cage dann eine beeindruckend professionelle Performance ab. Bullet for my Valentine mögen beim Songwriting Pate gestanden haben, doch die nahezu fehlerfreie Darbietung wurde vom Publikum zu Recht honoriert. Nach der Show gab's sogar einige "Zugabe"-Rufe.

    Emily's Bleeding aus Wr. Neustadt hatten es da nicht ganz so leicht. Mit einigen Soundproblemen zu Beginn der Show und einem noch nicht ganz integrierten neuen Sänger starteten sie in ihren Gig. Doch Erwin (Vocals, Selling the Drama) konnte seine Nervosität nach zwei Songs ablegen und, unterstützt durch eine sehr tighte Rhythmusfraktion, besserte sich die Stimmung sowohl auf, als auch vor der Bühne danach gewaltig.

    Nun war die Arena vollends aufgewärmt und bereit für Devastating Enemy. Im Vorfeld war mir bereits aufgefallen, dass die Band in Sachen Merch mit den Headlinern The Sorrow locker mithalten konnte. Doch was sich jetzt auf der Bühne abspielen sollte, brachte mich dann doch zum Staunen. Energie, Spielfreude, Posing ohne Ende, dazu passend eingestreute Samples, glasklarer Sound und ein Bass, dessen Inlays grün leuchten - Devastating Enemy räumten an diesem Abend vollkommen ab. Zu Beginn der Show erwartete sich die junge Band vielleicht etwas zu viel - doch spätestens ab dem dritten Song waren die 5 Melodic Deather vollkommen tight und hatten die zahlreichen Zuschauer bestens im Griff.

    Von dieser Band wird in Zukunft noch Einiges zu erwarten sein - also Augen und Ohren offen halten!

    Wie sollte The Sorrow, der Headliner des Abends, das noch toppen? Richtig, gar nicht. Denn The Sorrow stehen nicht im Konkurrenzkampf mit anderen Bands. Sie ziehen ihr eigenes Ding durch. Nach kurzer Umbaupause legten die Vorarlberger los und schon waren Devastating Enemy vergessen. Eine beeindruckende Licht-Show, perfekt abgestimmt auf das visuelle Konzept von The Sorrow, ließ die Zuschauer in ein Meer aus violett und grün eintauchen. Der druckvollste Sound des Abends und eine großartig gelaunte Band sorgten für ausgelassene Stimmung. The Sorrow sind zu einem Live-Garant geworden. Frontmann Mätze, der ausgesprochen gut bei Stimme war, weiß genau, wie er mit dem Publikum umgehen muss. Die sympathische Art der Band sorgt darüber hinaus dafür, dass kleine Live-Patzer ohne viel Nachsehens verziehen werden.

    So wurden alte (Knights of Doom, The Dagger Thrust) und neue Klassiker (Crossing Jordan, Farewells) laufstark abgefeiert, und Wien kurzerhand zur neuen Lieblingsstadt von The Sorrow erkoren.

    Mit der All Austrian Metal Night setzte die Österreichische Metal-Szene ein großartiges Lebenszeichen. Mehr davon!


    Review by Michael (Freethinkers Blog)
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